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Wolfgang Fiedler, Ornithologe an der Vogelwarte in Radolfzell, plädiert für mehr Forschung, um Übertragungswege besser zu verstehen.

"Wir wissen noch viel zu wenig über die Vogelgrippe"

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Enten auf Reisen

Tiere: Enten

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Spießente (Anas acuta).

Milliarden von Enten brüten in Sibirien und wandern südwärts, um in den tropischen Regionen Afrikas, Asiens oder Südostasiens zu überwintern. Spießenten (Anas acuta) beispielsweise ziehen offenbar im Frühling und im Sommer, Stockenten (Anas platyrhynchos) scheinen sich im Vergleich dazu weitaus flexibler zwischen verschiedenen Orten hin und her zu bewegen.

Welche Routen die Arten nehmen, wo sie Zwischenstopps einlegen und wie die verschiedenen Entenpopulationen miteinander in Verbindung stehen, ist immer noch kaum bekannt. Dieses Wissen wird aber immer wichtiger: zum einen, um die Tiere und deren Lebensräume schützen zu können, aber auch, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern. Denn Enten sind potenzielle Träger und Überträger für eine Vielzahl von ansteckenden Erregern wie dem Vogelgrippe-Virus und antibiotikaresistenten Bakterien.

Die Icarus-Wissenschaftler wollen in Sibirien Individuen der beiden weit verbreiteten Entenarten an unterschiedlichen Standorten von West nach Ost mit Sendern ausrüsten und ihre Flugrouten verfolgen. Die Forscher testen die Vögel zudem auf eine Reihe von Krankheitserregern. Außerdem messen sie die Herzfrequenz als Hinweis auf ihren Energieaufwand und die Körpertemperatur.

Standort: Sibirien

Kontakt: Inge Müller, Robert Kraus, Wolfgang Fiedler & Martin Wikelski, MPI für Ornithologie & Fachbereich Biologie, Universität Konstanz, Deutschland

 
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