Forschung aktuell

Bonnie Bassler und Martin Wikelski erhalten Max-Planck-Forschungspreis

Die diesjährigen Preisträger des Max-Planck-Forschungspreises beschäftigen sich mit der Frage, wie Organismen ihre Umwelt wahrnehmen können. Sie erforschen dabei Lebewesen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Bonnie L. Bassler von der Universität Princeton und dem Howard Hughes Medical Institute arbeitet mit Bakterien. Die US-Amerikanerin hatte einen entscheidenden Anteil an der Entdeckung, dass die Einzeller über Signalstoffe miteinander kommunizieren. Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell und Seewiesen, der zugleich als Honorarprofessor an der Universität Konstanz lehrt, erforscht die Sinnesleistungen von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung: Mit dem Satelliten-gestützten Beobachtungssystem Icarus ist er ein Pionier auf dem Gebiet der Wildtier-Telemetrie. Mit dem Preisgeld von jeweils 750 000 Euro können die für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse ausgezeichneten Wissenschaftler künftige Projekte mit Kollegen im In- und Ausland finanzieren.

Bonnie L. Bassler, Mikrobiologin an der Universität Princeton, und Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie sind mit dem Max-Planck-Forschungspreis 2016 ausgezeichnet worden. Bild vergrößern
Bonnie L. Bassler, Mikrobiologin an der Universität Princeton, und Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie sind mit dem Max-Planck-Forschungspreis 2016 ausgezeichnet worden. [weniger]

Der Max-Planck-Forschungspreis ist einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise in Deutschland. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und jährlich von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft an einen in Deutschland und einen im Ausland tätigen Wissenschaftler verliehen. Die Ausschreibung des Themas wechselt jährlich zwischen Teilgebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Lebenswissenschaften und der Geisteswissenschaften.

 
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