Citizen Science

Bürger schaffen Wissen

Sterngucker entdecken neue Kometen, Hobby-Aquarianer beobachten unbekannte Verhaltensweisen ihrer Fische im Aquarium, Vogelfreunde zählen die Vogelarten in ihrem Garten - "Citizen Science" ist zwar kein völlig neues Konzept in der Forschung, dank des Internets erfährt es aber seit einigen Jahren eine Renaissance. Es geht dabei um eine Form der Wissenschaft, bei der Laien wissenschaftliche Projekte bearbeiten. Sie beobachten, messen oder werten Daten aus. Wie verlässlich die so gewonnenen Daten sind, wird zwar immer wieder angezweifelt. In vielen Fällen haben Laien der Forschung schon wertvolle Erkenntnisse geliefert.

Nachwuchsforscher auf Entdeckungstour: Auch Laien können die Wissenschaft voranbringen. Bild vergrößern
Nachwuchsforscher auf Entdeckungstour: Auch Laien können die Wissenschaft voranbringen.

Dies trifft besonders auf Tierbeobachtungen zu. Die vielen über das Internet miteinander verbundenen Tierfreunde und Naturschützer weltweit können ein Beobachtungsnetz bilden, das technische Systeme wie Icarus gut ergänzen kann. Die Icarus-Forscher haben deshalb eine Plattform für interessierte Laien aufgebaut, über die diese ihre Befunde direkt in die Datenbank der Wissenschaftler einspeisen können.

MaxCine

Kinder und Jugendliche können zudem an einem Projekt des Öffentlichkeitszentrums des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell, MaxCine, teilnehmen. Das Projekt mit dem Titel „Should I stay or should I go“ will junge Menschen hautnah an der Welt der Wissenschaft teilhaben lassen und sie auf eine Reise mitnehmen. Die Route dieser Reise wird das wissenschaftliche Projekt „Amseln ohne Grenzen“ von Jesko Partecke und Martin Wikelski weisen.

Die Teilnehmer können sich dabei mit Jugendlichen aus mehreren europäischen Ländern über das Leben der Tiere, deren Lebensgewohnheiten, die Zukunft unseres Planeten und vieles mehr austauschen. Sie können sich als Forscher, Berichterstatter oder Ausstellungsmacher erproben, sowie als Icarus-Botschafter in ihren Schulen auftreten. Jedes Jahr findet an unterschiedlichen Orten ein zehntägiges Camp statt. Das Programm ist vorab nicht detailliert festgelegt, sondern wird immer wieder an die Bedürfnisse und Ideen der Jugendlichen sowie aktuelle Gegebenheiten des wissenschaftlichen Projekts angepasst. Mit etwas Glück könnten die jungen Icarus-Botschafter sogar beim Start der Mission nächsten Sommer dabei sein – entweder vor Ort am Weltraumbahnhof in Kasachstan oder per Live-Schaltung.

Jeder kann bei Icarus mitmachen, wenn er nur ein Smartphone besitzt

Animal Tracker App

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