Über Icarus

Über Icarus

Icarus ist eine internationale Kooperation zur Beobachtung von Tieren aus dem Weltraum (International Cooperation for Animal Research Using Space). In ihr arbeiten Wissenschaftler mit dem Ziel zusammen, ein satellitengestütztes System zur Beobachtung kleiner Tiere wie zum Beispiel Vögel, Fledermäuse oder Wasserschildkröten zu entwickeln.

Mit Icarus wollen Wissenschaftler mehr über das Leben der Tiere auf der Erde herausfinden: auf welchen Routen sie wandern und unter welchen Bedingungen sie leben. Diese Erkenntnisse dienen der Verhaltensforschung, dem Artenschutz und der Erforschung der Ausbreitungswege von Infektionskrankheiten bis hin zur Vorhersage von ökologischen Veränderungen und Naturkatastrophen.

Die Forscher rüsten dabei unterschiedliche Tierarten mit Minisendern aus, die ihre Messdaten an eine Empfangsstation im All schicken. Diese übermittelt sie an eine Bodenstation, von dort gelangen sie an die jeweiligen Forscherteams. Die Resultate werden in der für jedermann frei zugänglichen Datenbank MoveBank veröffentlicht.

Zeitplan:

2017: Montage der Hardware auf der ISS, Testbetrieb der Bodenstationen

Juni 2017: Start von Icarus

2018/2019: Testphase mit rund 1000 Sendern pro Jahr zu ausgewählten Projekten.

Aufbruchsstimmung in der Tierökologie: Projektleiter Martin Wikelski über die Vision der Icarus-Mission

Erdbeobachtung durch Tiere

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Leitung

Prof. Dr. Martin Wikelski
Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell, und Universität Konstanz

Wissenschaftlicher Beirat:

Prof. Dr. Meg Crofoot
UC Davis and Smithsonian Tropical Research Institute, Panama

Prof. Dr. Roland Kays
North Carolina State University und Direktor des Biodiversity & Earth Observation Lab, Nature Research Center, NC Museum of Natural Sciences, USA

Prof. Dr. Kasper Thorup
Leiter der Beringungsabteilung des Naturkundlichen Museums von Dänemark in Kopenhagen

Dr. Grigori Tertitski
Institut für Geografie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau

Prof. Dr. Gil Bohrer
Ohio State University

Projektkoordination:

Uschi Müller
Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell

Partner:

Universität Konstanz

Universität Princeton

Universität Kopenhagen

North Carolina State University & Museum of Natural Sciences

Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

Hebräische Universität Jerusalem

Institut für Geografie, Moskau

International Astronautical Federation (IAF)

Das Projekt wird technisch entwickelt von:

SpaceTech GmbH, Immenstaad

Steinbeis Transferzentrum Raumfahrt S.P. Korolev Rocket and Space Corporation Energia, Moskau

INRADIOS integrated radio solutions GmbH, Dresden

von Hoerner & Sulger GmbH, Schwetzingen

STT-SystemTechnik GmbH, München

Institut für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V., Oberpfaffenhofen

Lehrstuhl Hochfrequenztechnik, Institut für Nachrichtentechnik der Technischen Universität Dresden

Professur für Informationsübertragungssysteme, Fakultät für Elektrotechnik und Technische Informatik der Universität der Bundeswehr München

Sevskiy GmbH, München

Das Projekt wird unterstützt von:

Max-Planck-Gesellschaft

Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Russische Raumfahrtagentur (Roscosmos)

Europäische Raumfahrtagentur (ESA)

National Geographic

National Science Foundation (NSF)

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

UNEP / CMS

 
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